Das geht nicht!“

Das haben schon 100 Andere vor Dir probiert und nicht geschafft.“

Damit kann man kein Geld verdienen.“

Kind, lern` etwas Gescheites!“

Kennst Du diese Aussagen? Aussagen, die kurz sind, aber einschlagen wie ein Hammer.

Jeder von uns kennt diese Sätze. Ich habe sie auch gehört. Meist in meiner Kindheit.

Und:

Sie prägen!

Bist Du auch genervt von den Zuhörern, die Deine Gedanken zerreden. Hast auch Du das Gefühl, dass jeder Deiner Gedanken und Ideen schlecht ist.

Dann habe ich Dir hier meine minimalistische Anleitung zum Glücklichsein:

Was ich damit meine? Ganz einfach: Jede dieser Aussagen implementiert in Dir etwas. Sie setzt sich wie ein Samenkorn in Deine Gedanken. Und dieses Samenkorn kann sich stetig entwickeln, je mehr Aufmerksamkeit es bekommt. Die Samen, die man mit den Sätzen sät heißen:

Das geht nicht!“ → Du kannst das nie schaffen!

Das haben schon 100 Andere vor Dir probiert und nicht geschafft.“ → 100 Andere vor Dir waren schon genau so blöd wie Du und haben es nicht geschafft.

Damit kann man kein Geld verdienen.“ → So einen Kram kauft Dir niemand ab. Du wirst immer arm bleiben.

Kind, lern` etwas Gescheites!“ → Diesen Beruf, den Du Dir ausgesucht hast, machen nur Deppen und es ist nur Zeitverschwendung.

Stell Dir vor Du bist 2 Jahre alt: Du stehst in der Küche und machst alles nach, was Deine Eltern machen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass meine Kinder mir mit ihren 2 Jahren alles nachgemacht haben. Sie wollten auch Töpfe und Löffel haben und mich beim Essenkochen imitieren. Irgendwann gefällt es Dir, dass Du nur in Töpfen rühren musst und danach gibt es meist etwas gut schmeckendes zu essen. Wenn aus diesem Nachmachen im Laufe der Zeit eine Faszination wird, kann etwas Größeres geboren werden. Es ist wie ein kleines Feuer: Dein Herz geht auf bei guten Lebensmitteln, wohlriechenden Kräutern und leckerem Essen. Du brennst regelrecht dafür noch mehr zu lernen. Und dieses Feuer wird immer stärker.

Jetzt hörst Du von Deinen Eltern einen Satz wie:

Kind, lern` etwas Gescheites!“

Dieser Satz ist wie 100 Liter Wasser, die sich über Dein Feuer ergießen. Sie sind dazu da, dieses Feuer zu ersticken, weil Koch in den Augen Deiner Eltern kein anerkannter Beruf ist.

Jetzt werden sie Dir wahrscheinlich noch fünftausend Gründe aufzählen können, warum dieser Beruf nichts „Gescheites“ ist und Du hast danach die Wahl. Sollte noch etwas von dieser Flamme übrig sein, kannst Du sie wieder ins Lodern bringen. Wenn Du allerdings Dich wieder Deinen Eltern aussetzt, werden sie alles dafür tun, diese Flamme wieder zu löschen.

Diese Sätze sind Bewertungen. Eine Bewertung Deiner Aussage oder Deines Tuns von einem Menschen in der jetzigen Situation. Und genau da liegt der Knackpunkt. Es ist nur ein Mensch. Alle anderen Menschen, die Dich vielleicht in Deinem Tun unterstützen würden, hast Du nicht gefragt.

Schade eigentlich. Denn da draußen gibt es bestimmt einen oder mehrere Menschen, die an Dich glauben (, wenn es schon Deine Eltern nicht sind!).

Kennst Du Logan Guleff? Er ist im Jahr 2002 geboren und hatte 2014 eine Kinderkochshow im amerikanischen Fernsehen gewonnen. Danach hat er einem Essenslieferservice seine Burgerkreation verkauft und 2017 sein erstes Kochbuch veröffentlicht. Sein YouTube-Kanal hat über 10.000 Abonnenten. Ich vermute, dass seine Karriere weiter steil nach oben geht.

Ich habe gelernt, dass hier auf dieser Welt ALLES möglich ist. Selbst ein Jugendlicher kann Chefkoch in einem Restaurant werden. Die Flamme in den Menschen darf nur nicht gelöscht werden.

Jan Delay singt in seinem Song „Feuer“ über genau diese Flammen. Er singt, dass andere Menschen Dir auflauern und mit ihrer Vergangenheit diese Feuer löschen wollen. Im Refrain singt er „Die Flammen im Herzen sind durch nichts zu ersetzen! Darum halt sie am Laufen mit aller Gewalt!“

Mit der Aussage „Kind, lern` etwas Gescheites!“ sagt man einfach nur, dass das, was Du machen willst, nichts „Gescheites“ ist. Es ist eine Bewertung. Es ist DEINE Bewertung! Meist rührt diese Bewertung auf Annahmen. Diese können Arbeitszeiten, Bezahlung oder das Ansehen in der Bevölkerung sein. Zurück zu Logan Guleff und seiner Vision: Der Beruf des Kochs ist nichts „Gescheites“, weil die Arbeitszeiten meist abends und am Wochenende sind, wenn andere frei haben. Außerdem verdient man als Koch nicht sehr gut. Und das Ansehen in der Bevölkerung ist auch nicht allzu groß.

Hier eine Geschichte aus meinem Leben:

Früher, als ich 16 Jahre alt war, wollte ich Koch werden. Ich hatte ein Praktikum in einer Küche gemacht und liebte es zu kochen. Genau mit diesen negativen Bewertungen haben mich meine Eltern konfrontiert. Sie haben mir sie implementiert. Jetzt merke ich, dass diese Bewertungen, in Form von kleinen, unscheinbaren Sätzen, dieses Feuer in meinem Herzen gelöscht haben. Was ich allerdings beibehalten konnte, ist die Liebe zum Essen und zu guten, regionalen Lebensmitteln. Ich liebe es auch zu kochen und Menschen damit an einen Tisch zu bekommen.

Die Berufswahl zum Koch habe ich verworfen. Denn: Wenn es meine Eltern sagen, dann muss das stimmen. Jetzt, mit ein paar Jahren mehr Lebenserfahrung, sehe ich, dass es kompletter Schwachsinn war. Diese Bewertungen ist nur die Meinung eines Menschen zu der Zeit, in der er es sagte.

Nicht mehr und nicht weniger.

Als junger Mensch nimmt man diese kleinen Bewertungssätze auf und baut sie in die Lebensplanung ein. Man merkt gar nicht, dass sie sich wie essenzielle Weichen verhalten.

Darum finde ich es enorm wichtig, gerade bei Kindern, diese Bewertungen im Umgang zu erkennen und gezielt einzusetzen. (Oder einfach wegzulassen.)

Diese Bewertungen sind dazu da, Ideen und Visionen zu demontieren und oft schlecht zu machen.

Das geht nicht!“ bedeutet so viel wie „Du denkst in einer Sackgasse!“

Hier kommt meine Lösung zum Glücklichsein:

Gehe aus dem Problemdenken in ein Möglichkeitsdenken über. Dazu muss man diese Bewertungen beim Zuhören in Möglichkeiten verwandeln. Dies geschieht, in dem man Fragen formuliert. Fragen geben die Möglichkeit, sich über Kleinigkeiten seiner Vision nähere Gedanken zu machen.

Bei meinem Beispiel wäre es dann so, dass man als Zuhörer die Frage stellen kann: „Das klingt sehr interessant, dass Du Koch werden willst. Hast Du Dir schon einmal Gedanken über die Arbeitszeiten als Koch gemacht?“ Jetzt ist die Türe offen für mehr als nur „schlechte Arbeitszeiten“. Die Gedanken können weiterdenken, ohne in einer Sackgasse zu enden.

Genau das habe ich in meiner Kindheit nicht genug bekommen. Von meinen Eltern wurde mir suggeriert, dass das, was sie mir sagten die einzig mögliche Wahrheit ist. Doch im Laufe meines Lebens habe ich gemerkt, dass es absolut nicht so ist. Ich habe gemerkt, dass die Bewertungen auf Glaubenssätzen beruhen. Glaubenssätze, wie:

  • Nur wenn Du studierst, bekommst Du einen guten Job.
  • Ärzte können Dir sagen, welche Krankheit Du hast.
  • Koch kann man erst nach dem Schulabschluss lernen.

All das sind Glaubenssätze, wie es sie unzählige davon in der Gesellschaft gibt. Im Grunde sind es nur Meinungen. Meinungen der Menschen, die sie aussprechen.

Also: Lass Dich nicht von Glaubenssätzen, verpackt in Bewertungen, ins Boxhorn jagen. Denn es gibt sinnvolleres, um das man sich kümmern sollte, als Visionen zu zerstören.

Und man lässt Ideen am Leben. Man lässt einfach die Herzensfeuer brennen.

Falls Dich dieser Beitrag neugierig gemacht hat auf meine Arbeit, buche einen Termin bei mir. Denn das was ich Dir geben kann, ist bewertungsfreies Zuhören.

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Denn:

Man hört nur mit dem Herzen gut!

Über den Autor:

Daniel bloggt über die Kunst des Zuhörens. Für ihn gibt es viele Möglichkeiten zuzuhören. Bei seiner Art des Zuhörens geht es darum, Augen zu öffnen, Herzen zu berühren und Leben zu verändern. Er glaubt daran, dass man anders zuhören muss, um die Welt bunter, kreativer und schöner zu machen.

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