00:24 Uhr

Wach im Bett.

Und das seit Stunden.

Meine Gedanken drehen sich im Kreis.

Immer die gleichen Gedanken.

Die Müdigkeit übernimmt einfach nicht die Herrschaft.

Es ist ein Projekt, das mich nicht schlafen lässt.

Ich habe schon oft Projekte dieser Art gestemmt, aber dieses ist einfach anders. Das hält meine Gedanken am Laufen. Und hindert mich am Einschlafen.

Kennst Du diese Situation?

In diesem Artikel habe ich Dir Lösungen dieses Problems:

Lösung #1

Mir ist aufgefallen, dass meine Gedanken nur kreisen, weil ich nichts vergessen darf.

Morgen, wenn ich aufstehe, darf ich diese Überlegung nicht vergessen!“

Überliste Dein Gehirn und baue ihm eine Brücke. Schreibe Deine Gedanken auf. So hast Du sie auch am nächsten Morgen noch schwarz auf weiß. Es reicht ein kleiner Zettel und ein Stift neben dem Bett, mit dem Du Deine Gedanken in den nächsten Tag mitnimmst.

Lösung #2

Zum Aufschreiben musst Du wahrscheinlich das Licht anmachen. Wenn Du alleine schläfst, ist das meist kein Problem. Solltest Du allerdings eine Partnerin oder Partner im Raum haben, ist es besser, wenn Du ein Diktiergerät verwendest. So kannst Du auch ganz leicht Deine Gedanken zusammenfassen und in den kommenden Tag retten. Leichter geht es mit einer Sprachnachricht auf dem Smartphone.

Lösung #3

Wenn Du das Smartphone sowieso am Nachttisch hast, wäre es von Vorteil, wenn Du Deine Gedanken gleich in einer vernetzten App notierst. Wenn mir etwas einfällt, was ich unbedingt aufschreiben muss, schreibe ich es in die App Evernote. Man kann darin synchronisierte Ordner anlegen. Mit mehreren Accounts habe ich diese Notizen auch auf meinem Computer aktuell. Das hilft meinem Kopf sehr. So muss er sich nicht an Gedanken festkrallen, die er anscheinend nicht vergessen darf.

Lösung #4

Eine große Hilfe ist es mir immer, wenn ich meine Gedanken Familienmitgliedern erzähle. Dies geht meist nicht in der Nacht um 0:24 Uhr, aber bestimmt am nächsten Tag. Mir ist allerdings aufgefallen, dass der normale Zuhörer die Gedanken bewertet. Damit bekommen Deine Gedanken und Überlegungen schon den ersten Anschein von „unsinnig“ oder „viel zu kompliziert“. Diese Einordnung findet beim Zuhörer aufgrund unserer Vergangenheit und unserer Erziehung statt. Allerdings macht dies der Zuhörer nicht aus Bosheit. Meist rührt es aus der Liebe. Er liebt Dich und will Dich vor etwas schützen. Das führt dazu, dass Du nur noch sehr wenigen Menschen Deine Gedanken erzählen kannst, ohne gleich einen „Korb“ für Deine Überlegungen zu bekommen. Siehe dazu dieser Blogartikel!

 

Lösung #5

ICH höre Dir zu! Damit meine ich, dass Du Dir einen professionellen Zuhörer suchst. Jemand, der Deine Gedanken und Worte einfach so stehen lässt, wie Du sie gesprochen hast. Jemand, der Dich nicht nur hört, sondern im Herzen sieht und mit Gegenfragen weiterbringt. Denn Gegenfragen sind wie Wind in das Segel der Gedanken blasen. Mit Gegenfragen werden die Gedanken im Fliegen gehalten.

Meist reicht es aber auch, wenn man einfach nur zuhört. So musst Du Deine Gedanken so ordnen, dass Du sie in Worte fassen und verständlich mitteilen kannst.

Jetzt habe ich Dir fünf Möglichkeiten vorgestellt.

Wie sieht Deine perfekte Lösung aus, Deine Gedanken zu sortieren?

Nun wünsche ich Dir viel Spaß bei Deinem nächsten Projekt und beim Sortieren Deiner Gedanken.

Man hört nur mit dem Herzen gut.

 

Über den Autor:

Daniel bloggt über die Kunst des Zuhörens. Für ihn gibt es viele Möglichkeiten zuzuhören. Bei seiner Art des Zuhörens geht es darum, Augen zu öffnen, Herzen zu berühren und Leben zu verändern. Er glaubt daran, dass man anders zuhören muss, um die Welt bunter, kreativer und schöner zu machen.

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